Super Seminar 2018 (Aurich)

Hey, ihr Lieben!
Am vergangenen Pfingstwochenende nahm ich mit einer dreiköpfigen Gruppe beim Super Seminar in Aurich teil.
Dort vermittelten verschiedene erfahrene Referenten ihr Wissen über Kampfsport und Kampfkunst.

 


 

Samstag

Anreise

Es ging Samstagmorgen um 7 Uhr los (alle folgenden Bilder aus meiner Instagramstory)

Ich habe vorher schon von vielen gesagt bekommen, dass ich unbedingt mal dran teilnehmen sollte und dieses Jahr war es dann endlich soweit! Und in diesem Beitrag fasse ich mal zusammen, was ich so erlebt habe 🙂

Die Hinfahrt war unproblematisch und insgesamt ziemlich entspannt. Doch die erste Herausforderung stand uns

nach der Ankunft bevor: der Zeltaufbau!

Würfe, Hebel, Schläge, hohe Kicks und Saltos alles kein Problem – aber das Aufbauen von Zelten ist wieder eine andere Welt. Doch nach mehreren Versuchen klappte es dann endlich.

Nachdem das Zelt stand, machten wir auch schon die erste Pause und frühstückten. Währenddessen warfen wir einen Blick auf den Kursplan des dreitägigen Seminars.

 

Die ersten Einheiten

Das Studio hatte mehrere Räume, in denen parallel die ganzen Einheiten stattfanden. Man musste sich also aussuchen, welchen Kurs man beiwohnt. Vor der eigentlichen Eröffnung fanden schon Kurse statt.

 

Wir entschieden uns dafür, eine Einheit BJJ mitzumachen, da der Referent ein Bekannter von mir war, dessen Fähigkeiten ich sehr schätze. Die erste Einheit war ein sehr guter Einstieg und machte Lust auf mehr – ich hatte richtigen Tatendrang, war motiviert und freute mich auf alle folgenden Einheiten.

BJJ Referent: Thorben Schulze – 1. Dan Jiu Jitsu. Ein erstklassiger Trainer und meiner Meinung nach ein Genie, wenn es ums Kindertraining geht. Die Tatsache, dass er ebenfalls so klein ist wie ich, macht ihn mir umso sympathischer 😛

 

 

Weiter ging es mit Atemi Self Defence, da der Lehrer meiner zwei Begleiter den Kurs leitete und ich auch etwas darüber lernen wollte. Es war auf jeden Fall lehrreich und es ist immer wieder interessant zusätzlich zu den mir bereits bekannten Techniken aus dem Karate und Jiu Jitsu weitere mögliche Ansätze kennenzulernen.

Schließlich folgte die offizielle Eröffnung des Seminars und alle Referenten wurden vorgestellt.
Anschließend fand im selben Raum die Einheit Animal Workout statt. Ich gebe zu, Koordination zählt nicht zu meinen Begabungen, aber ich habe mich trotzdem schon vorher über dieses Thema informiert, Bücher und Internetartikel gelesen und Videos dazu angesehen und auch selbst schon ein wenig ausprobiert. Auch wenn meine Bewegungen einem Fisch ohne Wasser gleichten, bin ich begeistert von dieser Art des Trainings und werde auch weiterhin solche Übungen in mein Training und in das Training der Kids integrieren.

Nach dieser physisch und psychisch anstrengenden Einheit wäre eine Pause angebracht gewesen, die wir uns in Form einer Theorieeinheit genehmigten: Thema war das Sprungkrafttraining für Kampfsportler.
Auch während dieser Einheit konnte ich mir viele wertvolle Notizen machen und ich habe sogar eine richtig gute Übung für die Sprungkraft kennengelernt!
Lustig war auch, dass der Referent mich von meinen Instagramvideos kannte und passend zum Thema ein Sprungvideo von mir ansprach 🙂

15 Minuten Pause und direkt weiter zum Kickboxen, da der Referent Uwe Mandler mir von meinen Trainer empfohlen wurde.

 

Uwe Mandler – 5. Dan in Taekwondo

 

Alter ist nur eine Zahl

Mein Trainer hat mir schon erzählt, was mich erwartet, aber es live zu sehen, ist eine Erfahrung, die man gemacht haben muss! Uwe Mandler ist trotz seines Alters noch unglaublich agil und seine Kicks sind sehr präzise. Auch hatte er eine gewisse Ausstrahlung und eine sympathische Art, die mich begeisterte. Umso mehr freute es mich, dass er mich hin und wieder zum Demonstrieren von Techniken auswählte – welch‘ Ehre 🙂
Wieder viel Wertvolles gelernt, nach dieser Einheit fühlte ich mich wie neugeboren!

Ende des Tages

Die letzten Einheiten für uns waren Kobudo mit dem Bo (Langstock) und zuletzt die Thai Yoga Massage als entspannenden Abschluss.
Den Rest des Tages entspannten wir im Zelt.


Sonntag

Sonntagmorgen

Den Sonntag morgen ließen wir nach dem Frühstück ruhig angehen: Zuerst stand eine Theorieeinheit über die Kampfkünste im Vergleich auf dem Plan, welche sich als sehr interessant herausstellte. Dann wollte ich mir mal eine Kindereinheit von Thorben Schulze ansehen und machte mir dabei viele Notizen – wie bereits erwähnt, dieser Mann ist ein Genie!
Nach der Einheit „Showkata“ folgte wieder ein Kurs (Thema: Taekwondokicks) von Uwe Mandler, da ich mir noch mehr Input erhoffte. Und meine Erwartungen wurden erfüllt, er gab mir wieder ein paar mehr Tipps dazu und weiste mich daraufhin, dass mir meine Muskeln ein wenig im Weg sind und ich zu angespannt bin. Okay, das war mir bereits bekannt, aber es nochmal von ihm zu hören, bekräftigte mich noch mehr, weiter daran zu arbeiten.

Stundenplanänderung

Gegen 13 Uhr machten wir beim Muay Thai mit und hey, Low Kicks sind die Definition von HASSLIEBE :’D

Danach stellten wir fest, dass der Stundenplan verändert wurde und unser Blick fiel auf eine Einheit namens Mastermind – wir konnten uns nichts drunter vorstellen und wollten dran teilnehmen. Leider waren wir spät dran und in Eile, die anderen stellten sich schon zum Angrüßen auf und wir suchten uns auch schnell einen Platz. Schon wenige Minuten später fiel uns was auf: wir sind im falschen Kurs gelandet!
Aber aus Höflichkeit blieben wir bis zum Ende und letztendlich war das doch ganz interessant. Ich lernte die Atemkata Tensho kennen. Vielleicht ist gerade diese Kata der Schlüssel für mich, um etwas lockerer zu werden?

Wieder die letzten Einheiten

Nach dem Versehen, der sich für mich dann doch als kleiner Schatz entfaltete, folgte eine Einheit Jiu Jitsu von

Jerome Cornelius – 2. Dan in Taekwondo. Referent für die zuvor erwähnte Theorieeinheit über die Sprungkraft und Kama

einem Referenten aus Polen. Der Referent war rein physisch gesehen ein Bär, doch seine Bewegungen waren einfach flüssig und anmutig – wieder ein solcher Fall, wo der erste Eindruck einen in die Irre führte.

Später folgte wieder eine Einheit Kobudo mit der Waffe Kama (jap. Sichel). Habe ich schon erwähnt, dass Koordination nicht zu meinen Begabungen zählt? Jedenfalls ließ ich die Waffen unzählige Male fallen, lernte aber mit Geduld trotzdem viel Neues dazu.

 

 

Zum Schluss gab es als Special eine Boxeinheit. Der Trainer war ziemlich cool drauf!

Tagesabschluss

Zum Abschluss des Tages spazierten wir ein wenig im Wald und entdeckten einen Spielplatz. Ich bin zwar schon 22, aber Schaukeln und Rutschen macht echt Spaß 😛


Montag

Letzter Tag

Die allerletzten Einheiten des Seminars standen an, auf dem Plan standen Akrobatik und zuletzt Break Dance. In den Akrobatikeinheiten lernte ich gute Methoden kennen, die sich für mein Trickingtraining nützlich erweisen werden.

Dennis Bruns – Break Dance Referent und cooler Typ!

Die Break Dance Einheit war ideal für Einsteiger und ich lernte ein paar Basics kennen – ich denke, zukünftig wird mein Tricking durch Moves aus dem Break Dance erweitert.

 

 

Und das war dann die letzte Einheit…
Wir ließen zum Schluss die gemachten Erfahrungen Revue passieren und bauten das Zelt wieder ab (das Abbauen ging viel schneller als das Aufbauen!).

 

 

Rückfahrt

Während der Rückfahrt redeten wir noch ein wenig über das Seminar und fassten es zusammen… ich bin aber letztendlich im Auto eingeschlafen und wurde erst dann wieder wach, als wir in meiner Stadt ankamen.


Schlusswort

Ich betone immer wieder, dass das Leben ein ewiger Lernprozess ist und den Besuch von solchen Seminaren kann  ich nur empfehlen. Das Seminar liegt schon ’ne Woche zurück und ich kann immer noch nicht ganz fassen, wie schön es war und wie viel ich gelernt habe – die Vorfreude aufs nächste Jahr ist groß!

(Falls sich wer wundert: Auf dem Seminar habe ich übrigens, wenn ich im Gi trainierte, stets einen Weißgurt getragen, symbolisch dafür, dass ich mit dem Mindset eines Anfängers die Kurse besuche und alles mögliche unvoreingenommen aufnehme)

Warst Du mal bei so einem Event dabei und warst so begeistert davon wie ich? 🙂

 

Liebe Grüße und danke fürs Lesen
Dein Kampfzwergasiate

2 Kommentare

  1. Torben 29. Mai 2018 at 15:03

    Nächstes Jahr wieder Champ!

  2. Peter Berger 29. August 2018 at 10:20

    Toller Beitrag, man kann hier sehen wie viel Spaß man mit Kampfsportarten haben kann…

Was denkst Du darüber?