Niederlagen verhelfen zum Sieg

Es gibt Menschen, die nicht mit Niederlagen und Fehlschläge umgehen können; Menschen, die panische Angst davor haben, Fehler zu begehen und diese um jeden Preis vermeiden wollen. Dann gibt es Menschen, die trotz vergangener Fehler eines Tages plötzlich an der Spitze stehen.

 

Woher kommt diese Angst und wie schaffen es die anderen trotz dieser Fehler zu solcher Größe?

Diese Fragen werden in diesem Artikel (auch mit Bezug auf die Kampfkunst) behandelt.

 

Angst vor Fehlern

Die Angst vor Fehlern wird uns Menschen schon von klein auf anerzogen. Schon im Kindesalter werden wir direkt ermahnt, wenn wir einen Fehler begehen und in der Schule macht die Anzahl unserer Fehler unsere Noten aus. Auch hören wir immer wieder, dass wir gute Noten erreichen müssen, um später einen gut bezahlten Beruf ausüben zu können.

Schnell wird der Eindruck vermittelt, Fehler machen uns zu schlechteren Menschen. Fehler haben immer unangenehme Konsequenzen wie Ärger und sogar Strafen. Wir denken daher, fehlerfrei wie eine Maschine funktionieren zu müssen und arbeiten zu können, um in dieser Welt akzeptiert und anerkannt zu werden. Wir stehen ständig unter Leistungsdruck und dieser Zustand wird bis ins Erwachsenenalter im ausgeübten Beruf weitergeführt.

Dieser Leistungsdruck bedeutet nichts anderes als Stress für uns, der uns auf Dauer physisch und psychisch schädigt. Dadurch sind Burnout und Depressionen vorprogrammiert!

Betroffen sind Menschen jeder Altersklasse und jedes Geschlechts.

 

Jenes Ziel, der Perfektionismus, ist auf diese Weise aber alles andere als realistisch. Weitestgehend ist diese Einstellung zu Fehlern auch schlecht für die Performance: Wer Angst vor Fehlern hat, wird gehemmt sein und keine volle Leistung erbringen können.

 

Die andere Perspektive

Der Wunsch, perfekt zu sein, ist natürlich nachvollziehbar und gerade als Kampfkünstler strebt man dieses Ziel an.

Doch realistisch betrachtet gibt es diesen perfekten Zustand nicht. Schon gar nicht für den Menschen, denn einen perfekten Menschen gibt es nicht (Und was ein jeder als „perfekt“ ansieht, variiert auch). Man kann die Perfektion anstreben, diesem Ziel zwar immer näher und näher kommen, ihn aber nie erreichen. Damit müssen wir uns nun mal abfinden, sonst gehen wir beim Versuch zu Grunde und können kein glückliches Leben führen.

 

Wenn wir nun verinnerlicht haben, dass wir niemals perfekt sein werden und es auch nicht sein müssen, nehmen wir uns einen Teil, vielleicht sogar den ganzen Leistungsdruck. Trotzdem sollten wir uns die Perfektion als Vorbild nehmen und uns überlegen, wie wir unserem Ideal – in meinem Fall ein glückliches Leben – näher kommen können.

Und dabei helfen uns unsere Fehler!

Ein Fehler ist (s. Wikipedia) nichts anderes, als ein Zustand, der den aktuellen Anforderungen nicht entspricht. Er zeigt uns also, dass eine Aktion nicht ideal abläuft.

Ein Fehler zeigt uns, woran wir noch arbeiten können; Fehler können auch behoben werden. Doch am wichtigsten ist: Aus Fehlern lernt man!

 

Wer Fehler begeht, sie behebt und daraus lernt, wächst als Mensch über sich hinaus und kommt seinem Ideal einen weiteren Schritt näher.

 

Betrachte Fehler als eine Chance, besser zu werden! Menschen, die in ihren Bereichen erfolgreich sind, haben genau dies erkannt, sie haben Fehler begangen, haben daraus gelernt und sind dadurch nach und nach in neue Höhen aufgestiegen! Es gibt viele Erfolgsberichte dieser Art, sie alle kennzeichnen sich dadurch, aus Höhen und Tiefen zu bestehen.

 

Beispiel: Kampfsport/Kampfkunst

 

Diesen Umgang mit Fehlern habe ich durch die Kampfkunst erlernt: Ich bin kein Mensch, der Techniken und Abläufe direkt umsetzen kann, koordinationstechnisch bin ich nicht gerade begabt – für bestimmte Bewegungsabläufe brauche ich manchmal sogar Monate, bis diese einigermaßen sitzen. Hierbei mache ich oft einen Fehler nach den anderen. Doch nach mehreren Anläufen kann sich das Ergebnis dann meistens sogar sehen lassen!

Auch verliere ich das eine oder andere Turnier, weil ich Fehler begehe. Doch ich lasse mich davon nicht herunterziehen, lerne daraus und versuche, diese Fehler zu beheben. Auf diese Weise habe ich schon einige Gegner besiegt, gegen die ich zuvor ständig verloren habe. Ich verbessere mich mit jeder Niederlage!

 

Fazit

Mit diesem Artikel will ich bewirken, dass Fehler nicht mehr zwangsläufig als schlecht, sondern viel mehr als Chance zur Besserung angesehen werden. Es ist keine Schande, einen Fehler zu begehen, solange man sich diesen eingesteht, diesen behebt und aus ihn lernt.

 

Fehler machen Dich zum Menschen, sie gehören zum Leben dazu.

„Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.“

„Irren ist menschlich, aber auf Irrtümern zu bestehen ist teuflisch.“

 

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Dein Kampfzwergasiate

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